HPL-Beschreibung

HPL-Beschreibung

Tischplatten

S/S 25 ist die HPL-Beschichtung bei einer Tischplatte.

In diesem Beitrag wird  die Zusammensetzung von HPL-Platten beschrieben und Hinweise für deren Handhabung, Verarbeitung, Gebrauch und Entsorgung gegeben. HPL-Platten sind keine Gefahrstoffe im Sinne des Chemikaliengesetzes. Deshalb benötigen sie weder eine besondere Kennzeichnung noch die Ausfertigung eines Sicherheitsdatenblattes.

1. Materialbeschreibung/Zusammensetzung

HPL sind dekorative Hochdruck-Schichtpressstoffplatten entsprechend DIN EN 438-1 mit einer Melaminharzdeckschicht. Sie werden in einer Vielzahl von verschiedenen Abmessungen, Dicken und Oberflächenausführungen geliefert. Schichtstoffe bestehen vor allem aus Papier, einem nachwachsenden Rohstoff, und aus Kunstharzen, die unter Wärme aushärten. Hierbei macht der PapieranteiI mehr als 60 Massenprozente aus.

Die übrigen 30 bis 40 Massenprozente bestehen aus Phenol/Formaldehyd-Harz für den Kern und Melamin/Formaldehyd-Harz für die dekorative Deckschicht. Beide Harze gehören zu den Duroplasten. Sie sind irreversibel chemisch vernetzt und bilden einen Werkstoff mit hohem Molekulargewicht.

Unter der Einwirkung von hohem Druck und Hitze entsteht ein ausgehärtetes, stabiles Material. Dessen Eigenschaften sind verglichen mit denen der Ausgangsrohstoffe grundlegend verschieden. Wenn Schwerentflammbarkeit gefordert ist, wird der Schichtstoffkern mit einem halogenfreien Zusatz versehen.

2. Transport und Lagerung

Für Transport und Lagerung gelten die Grundsätze der Allgemeinen Verarbeitungsempfehlungen für HPL-Platten; besondere Vorsichtsmaßnahmen sind nicht erforderlich. Laut den Transportbestimmungen handelt es sich bei HPL-Platten nicht um Gefahrgut. Deshalb ist eine Kennzeichnung nicht notwendig.

3. Bearbeitung und Handhabung von HPL

Die üblichen Sicherheitsvorschriften hinsichtlich Entstaubung und Brandschutz müssen bei der Ver- und Bearbeitung von HPL-Platten eingehalten werden. Wie bei Stäuben allgemeiner Art können bei einer kleinen Zahl von Menschen auch durch HPL-Stäube allergische Reaktionen auftreten.

Aufgrund von möglichen scharfen Kanten müssen beim Umgang mit HPL-Platten stets Schutzhandschuhe getragen werden.

4. Umweltaspekte bei der Anwendung

Dekorative Schichtstoffplatten sind ein duroplastisches Material und reagieren aus diesem Grund nicht mit Substanzen, die im alltäglichen Umgang vorkommen. HPL-Platten sind für den Kontakt mit Lebensmitteln behördlich zugelassen.

Wegen ihrer äußerst geringen Durchlässigkeit eignen sich HPL-Platten gut als Sperre gegen Emissionen (z. B. Formaldehyd) aus dem Trägermaterial. Die Formaldehydabgabe von HPL selbst liegt weit unterhalb des gesetzlich zulässigen Grenzwertes für Holzwerkstoffe (Chemikalienverbots-VO).

Die dekorativen Oberflächen sind beständig gegen alle haushaltsüblichen Lösemittel und Chemikalien. Deshalb setzt man das Material seit vielen Jahren dort ein, wo auf Sauberkeit und Hygiene besonders geachtet wird.

Die geschlossene HPL-Oberfläche kann auf einfache Weise mit Hilfe von heißem Wasser, Dampf oder Desinfektionsmitteln, wie sie in Krankenhäusern und gewerblichen Anwendungsbereichen vorkommen, desinfiziert werden.

5. Wartung

Da die Schichtstoffplatten weder durch Korrosion noch durch Oxidation angegriffen werden, erübrigt sich ein gesonderter Oberflächenschutz (wie z.B. ein Lack oder Anstrich).

6. HPL im Brandfall

Schichtstoffplatten sind nur schwer in Brand zu setzen und besitzen die Eigenschaft, die Ausbreitung von Flammen zu verzögern. Somit verlängert sich die Fluchtzeit im Falle eines Brandes. Bei unvollständiger Verbrennung ist es möglich, dass wie bei jedem anderen organischen Material, auch -toxische Substanzen im Rauch enthalten sind. HPL-Platten können aber die beste Einstufung, die nach der französischen Norm NFF 16 101 für organische OberfIächenmaterialien möglich ist (Klasse F1, mindestens aber F2 hinsichtlich Rauchdichte und Toxizität) erreichen.

Im Falle von Bränden, an denen auch HPL beteiligt sind, können dieselben Brandbekämpfungstechniken angewendet werden wie bei anderen holzhaltigen Baustoffen.

7. Entsorgung

7.1 Energierückgewinnungen

Aufgrund ihres hohen Heizwerts (18 bis 20 MJ/kg) eignen sich HPL-Platten besonders gut für die thermische Verwertung. Sie verbrennen bei vollständigem Ausbrand (bei 700°C) zu Wasser, Kohlendioxid und Stickoxiden. Solche Anforderungen ermöglichen moderne, behördlich genehmigte Industriefeuerungsanlagen. Die Asche aus diesen Verbrennungsprozessen kann auf kontrollierte Deponien gebracht werden.

HPL-Platten bieten damit die Voraussetzung für eine energetische Verwertung gemäß § 6 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes.

7.2 Deponie

Gemäß TA-Abfall (Fassung vom 28.3.91), Kategorie 1, Nr. 571. werden HPL-Reste als "sonstiger ausgehärteter Kunststoffabfall" eingestuft. Die Kategorie 1 bedeutet, dass ein Material hausmüllähnlich ist.

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